Relaxxxxx....

Hallo Wuppertal das ganze Drumherum,

es gibt diese Tage im Leben, an denen sind die Wochenenden einfach dieses kleine große Bisschen wundervoller, entspannter, einfach lebenswerter.

Das haben wir am ersten Wochenende im September mal wieder festgestellt, als wir relativ kurz entschlossen die Taschen gepackt haben und nach Holland ans Meer gefahren sind.

Bereits Freitagabend bei Ankunft im Hotel befiel uns diese unbändige Vorfreude auf ein Wochenende voller nichts- müssen, nur- wollen. Unser Hotelzimmer im de Baak Seaside war nicht allzu groß, dafür aber top sauber und stylish-schick eingerichtet.

Logischerweise habe ich mich, wie sich das gehört, erst einmal bäuchlings auf das Bett geschmissen, mit den Fäusten auf der Matratze herum getrommelt und vor mich hin gejubelt (und dafür hochgezogene Augenbrauen und Kopfschütteln geerntet: auch nach knapp sechs Jahren hat sich der Gutste noch nicht an meinen bekloppten Kopp gewöhnt).

Endlich mal wieder ein Wochenende nur für uns, schlafen wie es uns gefällt, entspannen, lecker essen, und nicht zu vergessen Seeluft schnuppern und die Füße in den Sand graben. Maaaann, das war echt so nötig und der letzte Urlaub schon wieder viel zu lange her. Also rucki zucki Koffer auspacken, Zähne putzen und ab in den Ort. Wie jetzt, Zähne putzen gehört für euch nicht dazu, bevor ihr rausgeht? Doch, für mich schon, immer! Ich finde den ollen Geschmack, wenn man mehrere Stunden nichts gegessen hat, ziemlich schäbbig im Mund. Und wenn ich mir vorstelle, dass dat riecht wie et schmeckt… Nee danke… Also, Zähne putzen und ab dafür. 

Freitagabend waren wir im TONG AH, einem chinesisch/ indisch/ thailändischen Restaurant. Das  Restaurant war nicht sonderlich spektakulär, aber unser Essen war sehr lecker, wir wurden unglaublich

freundlich bedient, alles in allem durchaus empfehlenswert. 

Richtig begeistert waren wir am Samstagabend von unserem Tapas- Dinner im MAINSTREET.

Wir hatten vorher nicht großartig nach Lokalitäten geschaut, sondern sind einfach abends durch „Nordwijk-City“ getapert und eingekehrt, wo es fein aussah.

Nee, fein nicht im Sinne von Schickimicki, sondern = gemütlich, nette Leute, riecht gut, bleiben wollen.

Nu haben wir zwei Genuss- Banausen ja erst einmal so gar nicht gecheckt, wie dieser Tapas- Abend eigentlich ablaufen soll. Weder sind wir der niederländischen Sprache komplett mächtig (auch wenn das lesenderweise zu verstehen ja eigentlich recht easy ist), noch kannten wir bislang das Shared- Dining- Prinzip. Deshalb beim Kellner kurz nachgefragt, uns auf Englisch die Vorgehensweise erklären lassen und voll Bock gehabt auf das, was uns da so erwartete.

Vielleicht ist das in anderen Tapas Restaurants ähnlich und von daher dem einen oder anderen von euch

so geläufig, im MAINSTREET jedenfalls ist der Ablauf so, dass man insgesamt drei Runden serviert bekommt und pro Runde kann man gemeinsam aus der reichhaltigen Karte vier Sorten Tapas auswählen. Mensch, ich bin ja ein großer Anhänger der Philosophie des vollen Tisches. Ich stehe total darauf, wenn  der ganze Esstisch bedeckt ist mit kleinen Schälchen und Tellerchen mit allerlei kleinen, feinen Leckereien. Sooo genial. Von daher war das Restaurant für mich richtigrichtig gut gewählt.

Die Speisen der ersten Runde kamen leider alle nacheinander, so dass wir am Ende zwar zu zweit vier Portiönchen gegessen hatten, aber leider jeweils separat, obwohl wir aus der Karte extra Tapas ausgewählt hatten, die miteinander harmonieren, das war echt etwas schade. Eine Nachfrage beim Kellner ergab, dass die Küche derzeit sehr ausgelastet sei, man sich aber bemühen würde, die Teller der nächsten beiden Runden jeweils kollektiv zu servieren.

Runde 2- Pan y Aioli, Atún und Salmón Ahumando und Papas Canarias...

Runde 3-                                                                                                      Manchego Frita, Calamares und ein inzwischen unbekanntes Fleisch mit Patatas al Ajillo

Zwischen den Runden hatten wir jeweils ein bisschen Zeit, uns zu unterhalten, ein Gläschen Wein zu trinken und Blödsinn zu machen.

 

Liebe Kinder, gebt fein Acht, ich möchte an dieser Stelle als „öffentliche Person im Internet“ meinem Auftrag für Bildung und den erhobenen Zeigefinger nachkommen:

Alkohol ist keine Lösung, ich propagiere daher vehement den Genuss einer Flasche Wasser zu jedem Essen. Auch Franky musste einen leidenschaftlichen Vortrag über Mineralwasser über sich ergehen lassen, seine

Sicht der Dinge seht Ihr hier: 

Und nein, es ist keine Flasche Wodka, die ich in den Händen halte, auch wenn mein Gesicht mit dem leicht entrückten Ausdruck das vermuten lassen könnte, sondern eine Flasche Chaudfontaine, eine  niederländische Wassermarke. Also, immer fein Wasser trinken, ne?

 

Alkohol hin oder her, wir hatten einen super schönen Abend sehr leckerem Essen in einem Restaurant, das ich euch wirklich empfehlen kann, wenn es euch mal nach Nordwijk verschlagen sollte. Falls ihr vorab schon einmal schauen möchtet, ob euch die Speisenauswahl zusagt, findet ihr hier die Speisekarte des MAINSTREET.

Auf dem Rückweg zum Hotel hatten wir dann noch einen kleinen Dialog, der ganz ausdrucksvoll die Unterschiede zwischen Franky und mir verdeutlicht. Bei all der großen Klappe und ruppigen Art, die ich oft genug an den Tag lege, bin ich dann doch auch manchmal einfach nur Mädchen und romantisch und so. Franky jetzt eher nicht so. Wat hab ich gelacht… Der Bekloppte…!

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